Wie sieht der Alltag von Kindern und Familien im Süden Madagaskars aus? Darüber berichtete Père Eric Stephan Randrianantenaina bei seinem Besuch am Mariengymnasium Papenburg. Die Begegnung mit den Jahrgängen 9 und 10 im Forum wurde durch missio – Internationales Katholisches Missionswerk ermöglicht. Père Eric schilderte, wie eng seine eigene Lebensgeschichte mit den schwierigen Lebensbedingungen in seiner Heimat verbunden ist. Viele Familien kämpfen täglich darum, ausreichend Lebensmittel zu beschaffen. Kinder müssen häufig in Mica-Minen arbeiten. Das dort abgebaute Mineral wird unter anderem als Glitzerbestandteil in Kosmetik verwendet. Auch der Wassermangel prägt den Alltag. Bei großer Hitze und Trockenheit legen Kinder und Jugendliche teilweise weite Strecken zurück, um Wasser für ihre Familien zu holen. Dadurch fehlt ihnen Zeit für Schule, Lernen und Freizeit. Die Arbeit des Pfarrers geht angesichts dieser Herausforderungen weit über die Feier von Gottesdiensten hinaus. Er begleitet Familien, hört ihnen zu und leistet konkrete Hilfe. Gemeinsam mit kirchlichen Einrichtungen und Ordensgemeinschaften setzt er sich dafür ein, Not zu lindern und durch Bildung neue Perspektiven zu eröffnen. Zugleich erzählte Père Eric von Gemeinschaft, Glauben und Lebensfreude, die trotz der schwierigen Bedingungen eine wichtige Rolle spielen. Im persönlichen Austausch beantwortete er zahlreiche Fragen zum Alltag der Kinder, den Lebensbedingungen der Menschen und zu seiner Arbeit als Priester. Die Begegnung eröffnete uns neue Einblicke und regte dazu an, über soziale Gerechtigkeit und gegenseitige Unterstützung nachzudenken. Wir danken Père Eric und missio herzlich für den Besuch!
