Mariengymnasium
Lernen

Oberstufe

Der Weg zum Abitur.

Die gymnasiale Oberstufe am MG führt in drei Jahren zum Abitur – vom Einstieg in Klasse 11 bis zur Abiturprüfung am Ende von Klasse 13. Hier findest du die wichtigsten Fakten zu allen Phasen im Überblick.

Allgemeines

Die Oberstufe gliedert sich in zwei Phasen: die einjährige Einführungsphase (Klasse 11) und die zweijährige Qualifikationsphase (Klasse 12–13). In der Einführungsphase führen wir in die Arbeitsweisen und Arbeitsfelder der Oberstufe ein, der Unterricht findet noch im Klassenverband statt. Ab der Qualifikationsphase wechseln alle ins Kurssystem: Jede Schülerin und jeder Schüler stellt sich ein individuelles Profil aus Leistungs- und Grundkursen zusammen, darunter auch die fünf Prüfungsfächer fürs Abitur.

Aufgenommen wird, wer am Ende der 10. Klasse eines Gymnasiums versetzt wurde. Auch ein Wechsel von einer anderen Schulform mit erweitertem Sekundarabschluss I ist möglich – die Oberstufenkoordination berät individuell zu allen Wegen.

Einführungsphase (Klasse 11)

Zu Beginn der Einführungsphase werden die Klassen neu gemischt – auch Klassen- und Fachlehrkräfte wechseln. Das bereitet auf das spätere Kurssystem vor und erleichtert Schülerinnen und Schülern von anderen Schulen die Integration.

Statt Schulnoten gilt ab jetzt die Punkteskala von 0 bis 15 Punkten. Wer dreimal vier Punkte oder weniger erreicht, ist versetzungsgefährdet und kann nicht in die Qualifikationsphase wechseln.

Alle Schülerinnen und Schüler absolvieren ein dreiwöchiges Sozialpraktikum, meist zu Beginn des zweiten Halbjahres, in Kooperation mit der Caritas und anderen Sozialträgern – etwa in Pflege- oder Behinderteneinrichtungen. Ein einjähriger Auslandsaufenthalt nach Klasse 10 oder im zweiten Halbjahr der Einführungsphase ist nach individueller Absprache möglich.

Qualifikationsphase (Klasse 12–13)

Ab der Qualifikationsphase wählt jede Schülerin und jeder Schüler fünf Prüfungsfächer: drei Leistungskurse auf erhöhtem Niveau (P1–P3, fünfstündig, machen etwa die Hälfte des Stundenplans aus) sowie zwei weitere Prüfungsfächer auf grundlegendem Niveau (P4–P5, meist dreistündig).

Die Fächerwahl kann sich an vier Profilen orientieren:

In den ersten drei Halbjahren der Qualifikationsphase ist außerdem das zweistündige Seminarfach verpflichtend. Es vermittelt Methoden wissenschaftlichen Arbeitens anhand fächerübergreifender Projekte. Im zweiten Halbjahr der 12. Klasse schreibt jede Schülerin und jeder Schüler dazu eine sechswöchige Facharbeit von etwa 15 Seiten; Thema und Note erscheinen im Abiturzeugnis unter „Bemerkungen“.

Abiturprüfung

Zur Abiturprüfung zugelassen wird, wer nach vier Kurshalbjahren der Qualifikationsphase zwischen 32 und 36 Halbjahresnoten einbringt und dabei die vom Land Niedersachsen festgelegte Mindestpunktzahl erreicht – nur ein begrenzter Anteil der eingebrachten Kurse darf dabei unter fünf Punkten liegen.

Geprüft wird in fünf Fächern: vier schriftlich (P1–P4) und eines mündlich (P5). Bei den schriftlichen Prüfungen bearbeiten die Schülerinnen und Schüler eine von mehreren landesweit einheitlichen Aufgaben ihrer Wahl.

Konventionelle mündliche Prüfung20 Minuten Vorbereitung unter Aufsicht, danach 20–30 Minuten Prüfungsgespräch mit Ergebnispräsentation
PräsentationsprüfungVorab bearbeitete Aufgabe als mediengestützter Vortrag, danach freies Prüfungsgespräch (insgesamt 30–45 Minuten)

Wer nicht besteht, kann sich zu mündlichen Nachprüfungen in den schriftlichen Fächern anmelden oder den 13. Jahrgang wiederholen.

Schulabschlüsse

Am MG sind je nach Verlauf unterschiedliche Abschlüsse möglich:

Erweiterter Sekundarabschluss IHöchster Abschluss nach Klasse 10 und Zugangsvoraussetzung für die Oberstufe – wird erreicht, wer am Ende der 10. Klasse versetzt wird
Fachhochschulreife (schulischer Teil)Ergibt sich aus den Halbjahresnoten zweier aufeinanderfolgender Kurshalbjahre, frühestens nach Klasse 12 – bleibt auch bei nicht bestandenem Abitur erhalten
Volle FachhochschulreifeZusätzlich zum schulischen Teil ist ein zwölfmonatiger berufsbezogener Teil nötig, z. B. ein Berufspraktikum, eine Berufsausbildung oder ein Freiwilligendienst
Abitur (Allgemeine Hochschulreife)Höchster deutscher Schulabschluss, berechtigt zum Studium an Universitäten und Fachhochschulen – die Note setzt sich zu etwa zwei Dritteln aus der Qualifikationsphase und einem Drittel aus den Abiturprüfungen zusammen

Die Oberstufenkoordination berät jederzeit individuell, welcher Weg zu welchem Abschluss passt.