Die gymnasiale Oberstufe am MG führt in drei Jahren zum Abitur – vom Einstieg in Klasse 11 bis zur Abiturprüfung am Ende von Klasse 13. Hier findest du die wichtigsten Fakten zu allen Phasen im Überblick.
Allgemeines
Die Oberstufe gliedert sich in zwei Phasen: die einjährige Einführungsphase (Klasse 11) und die zweijährige Qualifikationsphase (Klasse 12–13). In der Einführungsphase führen wir in die Arbeitsweisen und Arbeitsfelder der Oberstufe ein, der Unterricht findet noch im Klassenverband statt. Ab der Qualifikationsphase wechseln alle ins Kurssystem: Jede Schülerin und jeder Schüler stellt sich ein individuelles Profil aus Leistungs- und Grundkursen zusammen, darunter auch die fünf Prüfungsfächer fürs Abitur.
Aufgenommen wird, wer am Ende der 10. Klasse eines Gymnasiums versetzt wurde. Auch ein Wechsel von einer anderen Schulform mit erweitertem Sekundarabschluss I ist möglich – die Oberstufenkoordination berät individuell zu allen Wegen.
Einführungsphase (Klasse 11)
Zu Beginn der Einführungsphase werden die Klassen neu gemischt – auch Klassen- und Fachlehrkräfte wechseln. Das bereitet auf das spätere Kurssystem vor und erleichtert Schülerinnen und Schülern von anderen Schulen die Integration.
- Englisch als erste Fremdsprache ist Pflicht
- Eine zweite Fremdsprache (Französisch, Latein oder Spanisch) wird fortgeführt oder neu begonnen
- Eine dritte Fremdsprache kann freiwillig hinzugewählt werden (vier Wochenstunden, keine Vorkenntnisse nötig)
- Insgesamt 31 Wochenstunden, mit dritter Fremdsprache 34 Wochenstunden
Statt Schulnoten gilt ab jetzt die Punkteskala von 0 bis 15 Punkten. Wer dreimal vier Punkte oder weniger erreicht, ist versetzungsgefährdet und kann nicht in die Qualifikationsphase wechseln.
Alle Schülerinnen und Schüler absolvieren ein dreiwöchiges Sozialpraktikum, meist zu Beginn des zweiten Halbjahres, in Kooperation mit der Caritas und anderen Sozialträgern – etwa in Pflege- oder Behinderteneinrichtungen. Ein einjähriger Auslandsaufenthalt nach Klasse 10 oder im zweiten Halbjahr der Einführungsphase ist nach individueller Absprache möglich.
Qualifikationsphase (Klasse 12–13)
Ab der Qualifikationsphase wählt jede Schülerin und jeder Schüler fünf Prüfungsfächer: drei Leistungskurse auf erhöhtem Niveau (P1–P3, fünfstündig, machen etwa die Hälfte des Stundenplans aus) sowie zwei weitere Prüfungsfächer auf grundlegendem Niveau (P4–P5, meist dreistündig).
- Zwei der fünf Prüfungsfächer müssen aus Deutsch, Mathematik oder einer fortgeführten Fremdsprache stammen
- Aus jedem der drei Aufgabenfelder (sprachlich-literarisch-künstlerisch, gesellschaftswissenschaftlich, mathematisch-naturwissenschaftlich) muss mindestens ein Prüfungsfach gewählt werden
- Eine erst in Klasse 11 neu begonnene Fremdsprache kann nicht als Leistungskurs belegt werden
Die Fächerwahl kann sich an vier Profilen orientieren:
- Sprachlich: fortgeführte Fremdsprachen wie Englisch, Französisch oder Latein, kombiniert mit weiteren Sprachen oder Deutsch
- Gesellschaftswissenschaftlich: Geschichte mit Deutsch, Mathematik, einer Fremdsprache oder einer Naturwissenschaft, ergänzt um Politik-Wirtschaft, Erdkunde oder Religion
- Naturwissenschaftlich: eine Naturwissenschaft kombiniert mit einer zweiten Naturwissenschaft oder Mathematik
- Musisch-künstlerisch: Kunst oder Musik kombiniert mit Deutsch oder Mathematik
In den ersten drei Halbjahren der Qualifikationsphase ist außerdem das zweistündige Seminarfach verpflichtend. Es vermittelt Methoden wissenschaftlichen Arbeitens anhand fächerübergreifender Projekte. Im zweiten Halbjahr der 12. Klasse schreibt jede Schülerin und jeder Schüler dazu eine sechswöchige Facharbeit von etwa 15 Seiten; Thema und Note erscheinen im Abiturzeugnis unter „Bemerkungen“.
Abiturprüfung
Zur Abiturprüfung zugelassen wird, wer nach vier Kurshalbjahren der Qualifikationsphase zwischen 32 und 36 Halbjahresnoten einbringt und dabei die vom Land Niedersachsen festgelegte Mindestpunktzahl erreicht – nur ein begrenzter Anteil der eingebrachten Kurse darf dabei unter fünf Punkten liegen.
Geprüft wird in fünf Fächern: vier schriftlich (P1–P4) und eines mündlich (P5). Bei den schriftlichen Prüfungen bearbeiten die Schülerinnen und Schüler eine von mehreren landesweit einheitlichen Aufgaben ihrer Wahl.
Wer nicht besteht, kann sich zu mündlichen Nachprüfungen in den schriftlichen Fächern anmelden oder den 13. Jahrgang wiederholen.
Schulabschlüsse
Am MG sind je nach Verlauf unterschiedliche Abschlüsse möglich:
Die Oberstufenkoordination berät jederzeit individuell, welcher Weg zu welchem Abschluss passt.
